Bäume sind faszinierende Lebewesen und Lieferanten des tollsten Werkstoffes: Holz. Einer der faszinierendsten Bäume ist die Korkeiche, liefert sie neben dem Werkstoff Holz doch noch den Werkstoff Kork. Für Weinkorken wird Kork von höchster Qualität verwendet, Kork für beispielsweise Fußböden hat eine geringere Qualität. Deshalb ist es schade, wenn ein Weinkorken nach dem Öffnen einer Flasche einfach entsorgt wird. Aus diesem Grund habe ich einen Korkuntersetzter für Töpfe und Pfannen gebaut. Aus Ahornleisten wurde ein Rahmen gebaut. Die Eckverbindung wurde mit je einem Schwalbenschwanz ausgeführt. Als optischer Gag wurde ein 2 mm starker Streifen Nussbaum in die Zinken geleimt und erst dann die Schwalben angezeichnet und ausgearbeitet. In den Rahmen wurde eine schwarz gebeizte Buchensperrholzplatte als Füllung eingesetzt. Auf diese wurden dann halbierte Weinkorken geklebt. Die Oberflächenbehandlung erfolgte mit Weißöl.
Notizblöcke haben die ungünstige Eigenschaft, dass sie immer dann wenn sie gebraucht werden nicht zur Hand sind. Somit habe ich drei Notizblockspender aus dem Holz der Vogelkirsche gefertigt, um die Notizzettel in Zukunft immer parat zu haben. Die Halter habe ich anschließend mit Schellackpolitur behandelt, sodass die schöne Farbe und Maserung der Vogelkirsche gut zur Geltung kommt.
In meiner Werkstatt hat sich mit der Zeit bei den Kleinteilen, die wenig gebraucht werden, ein ziemliches Chaos entwickelt, welchem ich mit diesen Sortierkästen entgegenwirken will. Die Kästen sind aus Restholz gefertigt, sehen also alle etwas anders aus, was in der Werkstatt aber kein Problem ist. Außerdem sind sie schön zu stapeln und die kleinen Schubladen können herausgenommen werden, sodass Kleinteile übersichtlich sortiert werden können.
Mal wieder fertigte ich einen Bilderrahmen für einen Linolschnitt an. Die Rahmenleisten sind aus Lärchenholz, die Scheibe aus bruchfesten Acrylglas. Zunächst wurden die Leisten mit dem Falzhobel bearbeitet, sodass eine Stufe entstand, in welche die Scheibe und Rückwand eingesetzt werden kann. Anschließend wurden die Leisten auf Gehrung verleimt und rot gebeizt. Der Bilderrahmen hält durch Metallklammern aus Schweißdraht zusammen, sodass das Bild nachträglich auch ohne weiteres zugänglich ist.
Dieser Flaschenöffner bestehen aus alten Kebony-Terrasssendielen und wurden mit dem DICTUM Hobelset auf Maß gebracht. Eine Schraube erlaubt das Öffnen der Flasche. Gefräst wurde mit der Festool OF 1400.
Vor Jahren hat ein Amerikaner in einem Forum Bilder der Nähbox seines Großvaters veröffentlicht. Nur aus Sperrholz, ohne Beschläge. Sie wurde laut Beschreibung in den 20er Jahren öfter gebaut und mit Bemalung an Freunde verschenkt. Diese Idee hat mich angeregt, eine ähnliche Kiste zu bauen, allerdings habe ich die Deckelöffnung geändert: sie gehen nach oben auf und so nimmt die Box nicht zu viel Platz ein, wenn sie auf dem Tisch stehend geöffnet wird. Gezeichnet und teils mit CNC gefräst habe ich sie aus 5mm Sperrholz aufgebaut, nur zusammengesteckt und die Fügekanten verleimt. Am Griff sind für den Tragekomfort zwei Leisten angeleimt. Zum Schluß wurden die Kanten und Flächen geschliffen und alles dann mit Dictum Leinöl behandelt. Auf eine Innenunterteilung wie beim Original habe ich verzichtet, um die Verwendungsmöglichkeiten offen zu lassen.
Nach einem Flohmarktfund war ich gefordert, eine passende Verpackung für die Glasröhrchen zu finden. Zwei Vorgehensweisen beim Fräsen und Drechseln führten dann zu diesen beiden Ergebnissen: einmal zwei Schlitze, einmal vier Schlitze. Holz ist ein Reststück afrik. Eiche und die Deckel sind amerik. Nußbaum, geölt mit Leinöl.