Archiv der Kategorie: Moebelbau

Burgholzstuhl mit Armlehnen – früher und heute

Bei beiden Stühlen habe ich die Sitzflächen erneuert. In den modernen Stuhl der Firma Thonet wird eine Geflechtmatte in ein Nut-Feder-System eingeleimt. Der alte Stuhl wird klassisch geflochten. Wobei bei einer runden Sitzfläche vorab genau zu definieren ist, welche Bohrung als Eckloch gilt.

Material moderner Stuhl: Gürtelleder, Schraubzwingen, Foredom mit verschiedenen Handstücken, Polsterhammer, Leim, Mattengeflecht.

Material klassischer Stuhl: Ahlen, Zangen, Stuhlflechtrohr und Haltekeile

Autor: Marina Frey
Autor: Dominic Krebs

Thonet – früher und heute

Einen Burgholzstuhl von Thonet. Während das alte Modell Nr. 14 bereits auf der Weltausstellung in London 1862 vorgestellt wurde, wird das „helle“ Modell noch heute mit klassischem Stuhlgeflecht produziert. Im neuen Modell habe ich das Geflecht als komplette „Matte“ ausgetauscht, während ich es im alten Modell mit herkömmlichen Techniken eingeflochten habe.

Wichtig ist es, dass auch die Unterseite der Stühle, in die das Geflecht eingezogen wurde, sauber aussieht und die Stuhlflechtrohrschlaufen schön in der Nut liegen. Material moderner

Stuhl: Gürtelleder, Schraubzwingen, Foredom mit verschiedenen Handstücken, Polsterhammer, Leim, Mattengeflecht.

Material klassischer Stuhl: Ahlen, Zangen, Stuhlflechtrohr und Haltekeile

Autor: Marina Frey

Pergola-Deck

Ein alter Lüftungsschacht erlaubte keine durchgehende Hecke, und es entstand der Wunsch, diesen Flecken zu gestalten. Eine Pergola soll Pflanzen zum Hochwachsen dienen, ein Deck den Kübelpflanzen. Jeweils drei Pfosten bilden zusammen mit Latten eine Art Leiterwerk, bei dem alle Verbindungen in Handarbeit ausgeführt wurden, stabile Längsträger verbinden die beiden senkrechten Endelemente.

Querträger sind die Unterkonstruktion für das Holzdeck mit einer gut nutzbare Größe. Sie liegen auf dem Schacht auf und stehen auf dem vorhandenen Pflaster. Das Decke wird von Leisten zusammengehalten, die von unten verschraubt wurden. Es ist ein vielfältig nutzbarer Ort im Garten entstanden, der eine ganz neue Perspektive freigibt. Als Werkzeug wurden verschiedene Japansägen, Forstner-Bohrer, Hobel, eine Hattori-Stoßaxt und vieles andere mehr benutzt.

Autor: Peter Gwinner

Speichererweiterung

Zum Lagern von dies und das, was in einem Garten immer wieder mal nicht benötigt wird aber aufbewahrt werden soll, sollte ein robustes Regal gebaut werden, mit einem Dach als Schutz. Als Material wurde Nadelholz aus dem Baumarkt verwendet.

Alle Holzverbindungen fertigte ich von Hand. Schlitz- und Zapfenverbindungen wurden auf Zug verdübelt, so dass zum Verleimen auch keine Schraubzwingen erforderlich waren. Die Regalbretter wurden von unten mit Leisten zu breiten Böden verschraubt. Zur Stabilisierung wurde an der Rückseite eine Auskreuzung aus Spanndraht ausgeführt.

Bei nächster Gelegenheit wird das Regal noch auf Gehwegplatten gestellt. Als Werkzeuge dienten Stemmeisen, Hand- und Blockhobel, Forstnerbohrer, eine Lie-Nielsen Dübelplatte und verschiedene Japansägen. Die Holzverbindungen wurden mit Titebond III verleimt. Als einer Oberflächenschutz wurde zweimal Leinölfirnis aufgetragen.

Autor: Peter Gwinner

Split Top Sägebank

Von Zeit zu Zeit reicht der Platz auf meiner Hobelbank nicht mehr aus, um größere Bretter zuschneiden zu können. Im Internet kursieren Pläne für so genannte split top Sägebänke, mit denen man sowohl auftrennen, als auch ablängen kann. Grundprinzip dabei ist, dass die Höhe der Bank plus Werkstück auf Kniehöhe liegt, um so ohne weitere Hilfsmittel mit dem eigenen Körpergewicht für die Sicherung des Werkstücks zu sorgen. Als Material kamem Bauholz-Bohlen mit 40mm Stärke für Beine und beide Bankflächen, sowie Leimholz für die Längsverstärkungen zum Einsatz. Flächig gehobelt habe ich die Bretter mittels Rauhbank, die Verbindungen untereinander wurden als Zapfen- und Schwalbenschwanzverbindungen umgesetzt. Beide Bankflächen habe ich einfach verschraubt, um sie zu gegebener Zeit noch gegen besseres Material zu tauschen. Genutztes Werkzeug: Tischkreissäge, Rauhbank, Zapfensäge, Stechbeitel, Akkubohrer, Holzleim, Schleifpapier, Blockhobel.

Autor: Michael Heinzig

Hobel- und Sägenregal

Handsägen und Hobel stapelten sich mittlerweile in jeder Ecke meiner kleinen Werkstatt und fingen an zu nerven, da kaum noch Platz zum Arbeiten vorhanden war. An der Wand waren noch 1,5m² Fläche frei, die als Regal genutzt werden wollten. Die Rückwand des Regals wurde mit selbst hergestellten Nut-und-Feder-Brettern umgesetzt, der Korpus drumherum aus Leimholz. Um die Hobel in regelmäßigem Abstand aufreihen zu können, habe ich Nuten in die Rückwand eingehobelt und dort hinein Eichenbretter verleimt. Die Halteklötzchen für die Hobel sind nicht verklebt, sondern doppelt verschraubt, um auf ggf. bevorstehende Änderungen im Fuhrpark reagieren zu können. Die Sägen sitzen auf den Griffen auf einem Rundholz auf und sind oben in einem geschlitzten Brett geführt. Genutztes Werkzeug: Nuthobel, Federhobel, Tischkreissäge, Akkubohrer, Schleifpapier, Holzleim.

Autor: Michael Heinzig

Beitelblock

Aus Platzgründen hatte die zwar schöne aber sperrige Holzkiste für meine Stechbeitel ausgedient. Etwas Platzsparenderes musste her, und zwar im Stile eines Messerblocks, wie man ihn für Küchenmesser nutzt. Gesagt getan – der verfügbare Platz in der Ablagefläche des Hobeltisches war schnell ausgemessen, Reststücke aus Kiefernleimholz waren genügend vorhanden. Die zwei äußeren Bretter beherrbergen Trennhölzer passenden Maßes, um die einzelnen Beitel in zwei Ebenen möglichst effektiv aufzureihen. Die Verleimung war schnell erledigt, an die Front ein Winkelstück mit entsprechender Neigung angebracht. Finish mit Leinölfirnis, fertig. Genutztes Werkzeug: Tischlerwinkel, Tischkreissäge, Blockhobel zum Anfasen, Holzleim, Rundfeile zum Anpassen der Öffnungen, Schleifpapier.

Autor: Michael Heinzig

Arbeitsbock

Dieser Arbeitsbock entstand zunächst als Erweiterung der Hobelbank, um auch mal überlange Werkstücke auflegen und bearbeiten zu können. Als Material wurde altes Bauholz verwendet, zunächst maschinell abgerichtet, verleimt und auf Maß gebracht. Die Schlitze für die Schlitz- und Zapfenverbindungen wurden mit Fisch Holz- und Forstner-Bohrern grob vorgebohrt und anschließend mit DICTUM Stemmeisen ausgearbeitet. Die Zapfen wurde mit einer Ryoba abgesetzt und mit einem Simshobel geputzt. Alle Verbindungen wurden mit Titebond II verleimt und zusätzlich mit selbst hergestellten Dübeln gesichert. Die Dübel wurden mit der Lie Nielsen Dübelplatte hergestellt.

Autor: Michael Heinzig

Lampe mit drei Segmentgedrechselten Spots

Für meine Studenten-WG habe ich die alte, ziemlich unansprechende Küchenlampe mit einer dreistrahligen Lampe mit gedrechselten Spots ausgetauscht. Als Material wurden vor allem Fichtenabschnitte verwendet. Nach dem versetzen Verleimen der Segmentringe habe ich drei möglichst gleiche Lampenschirme gedrechselt, die schwenk- und drehbaren Befestigungen eingeleimt und die Fassungen inkl. passendem Kabel installiert. Durch die drei Spots kann man jetzt die ganze, und nicht mehr Teile der Küche beleuchten.

Autor: Maximilian Moosreiner