Archiv der Kategorie: Bildhauerei/Schnitzen

Autor: Roland Zierk

Aurora 1

Aurora ist eine kinetische Skulptur mit ständig veränderbaren Bewegungen, die durch immer wieder neue kaleidoskopartige Muster den Betrachter in ihren Bann ziehen.

Die kinetische Energie entsteht über eine Feder und verschiedene Neodym-Magneten in der Schalt- und Sperrklinke sowie in den Rädern, und verschiedene Ausgleichsgewichte an den Flügeln. Achsen und Distanzringe sind aus Messing, die Teile aus Holz sind aus Birke Multiplex angefertigt.

Alle Teile (Holz und Messing) von Aurora habe ich aufwendig in Handarbeit hergestellt (kein Laser- oder CNC-Verfahren), wobei Toleranzen von 0,25 mm gerade noch vertretbar sind. Die Laufzeit von Aurora beträgt ca. 3,5 Stunden. Der Durchmesser beträgt 600 mm, die Tiefe ca. 110 mm.

Autor: Martin Fleischmann
Autor: Joachim Fischer-Gertz
Autor: George Watkins

Skulptur 3 (From The Underworld)

From The Underworld (Skulptur Nr.3) Vor ca. 300 Jahren wurde ich unter dem Namen „Eiche“ in einem Wald in Hessen geboren und hatte eine schöne und friedliche Kindheit und Jugend.

Im Alter von ungefähr 80 Jahren kam ich dann nach Babenhausen, ich wurde als Fachwerkbalken gebraucht und fand meinen Platz an der Westseite des neuen Hauses. Dort habe ich drei Generationen und viele Geschichten erlebt, Geburt und Tod, Freude und Leid, viele Sommer und Winter, die Welt im ständigen Wandel, zunehmend schneller.

Auch an mir sind nach vielen Jahrhunderten die Zeichen der Zeit zu erkennen, ich bekam Risse und wurde morsch, also wurde ich ausgetauscht. Ich dachte schon jetzt ist mein langer Weg zu Ende und anders als erwartet kam dann doch noch ein neues Abenteuer auf mich zu, ich wurde eine Skulptur und war auf einmal wieder begehrenswert.

Autor: Martin Fleischmann

Skulptur „Kletterwand“

Dreieinhalb Jahrhunderte lang tropfte immer wieder Regenwasser durch undichte Stellen im Dach einer alten Scheune und beschädigte die originalen Schwellenhölzer.

Die andauernde Feuchtigkeit und der langsame Prozess der Verwitterung schufen interessante Skulpturen aus den alten, handbehauenen Eichenbalken.

Im laufe der Restaurierungs- und Umbauarbeiten an der alten Scheune, wurden die maroden Balken ersetzt und als ‚Feuerholz‘ verschenkt. Für den Ofen war das Holz dann aber doch zu schade.

Der Auftrag lautete: Eine Skulptur für den Wohnbereich zu schaffen, die den Charakter des alten Holzes erhält und nicht zu aufdringlich wirkt.

Mit einem Ziehmesser entfernte ich den Schmutz der Jahrhunderte und glättete die Oberfläche. Dort wo sich einst ein Zapfenloch befand, ließ ich das stark verwitterte, fast schon korkartige Material stehen und schnitze zwei einfache Figuren aus Lindenholz, die in der entstandenen „Steilwand“ klettern.

Als Finish habe ich einfaches Möbelwachs aufgetragen.

Autor: Daniel Schmidt

Schneiderpuppe nach Maß

Für diese passgenaue Schneiderpuppe wurde ein Gipsabdruck des Oberkörpers (zwei Formhälften) hergestellt und diese 3cm dick mit einem Gemisch aus Korkgranulat (Terrarienbedarf) und Weißleim gefüllt.

Nach dem Durchtrocknen wurden die Korkhälften ausgeformt, zusammengesetzt, gekittet und verkleidet. Der Ständer ist von einer ausgedienten Stehlampe und die restlichen Teile aus Buchenleimholz.

Autor: Alexander Drenkhahn

Chaos-Muster-Schneidbrett

Als Geschenk zu einem runden Geburtstag sollte es etwas Besonderes sein. Ich hatte schon lange überlegt, ein Chaos-Muster-Schneidbrett zu fertigen. Ich wählte Holzleisten von kontrastreichen Hölzern aus; alle wurden auf eine Breite von 40 mm besäumt und hochkant verleimt. Mit einem kleinen Gummiroller, eigentlich zum Farbauftrag beim Linol-Druck vorgesehen, ging der Leimauftrag schnell von der Hand.

Anschließend wurde das Leimholz wieder in gleich breite Leisten aufgetrennt, um 90° gedreht und erneut verleimt. Dieser Vorgang wurde fünf mal wiederholt.

Zuletzt wurde der Block auf ca. 4 cm lange Teile abgelängt, die Teile um 90° gekippt, so dass das Hirnholz oben lag, und letztmalig verleimt.

Zum Abschluß erhielt der Block einen „Rahmen“ aus einheitlichem Holz. Neben Kreissäge und Hobelmaschine wurde mit einem DICTUM-Einhand und Flachwinkel-Hobel gearbeitet. Zum Verleimen wurde Titebond II verwendet. Als Oberflächenbehandlung verwendete ich Mohnöl.

Autor: Peter Gwinner
Autor: Rudy Everts

Brotzeitbrettl „Bayerische Rautenflagge“

Inspiriert durch den youtuber mtmwood wollte ich ein Brotzeitbrettl „Bayerische Rautenflagge“ herstellen.

Nach längerem Tüfteln fand ich einen Weg, Leisten von zweierlei Hölzern miteinander zu verleimen, mit schräg stehendem Sägeblatt auf der Kreissäge wieder auseinander zu schneiden, die entstandenen Rauten rechtwinklig zuzuschneiden und erneut zu verleimen.

Die große Schwierigkeit ist die Notwendigkeit extrem genauen Arbeitens, was im Wesentlichen nicht gelungen ist. Viele Rauten sind keine Rauten und treffen die Nachbarn auch nicht an der richtigen Stelle. Dies ist auf den Bilder gut zu erkennen. Trotzdem ist ein schöner „Hingucker“ entstanden, und wenn man nur ungenau darüber schaut, bemerkt man auch die Fehler nicht. Besonderen Spaß macht das Abhobeln feinster Rautenspäne mit dem Flachwinkel-Hobel.

Autor: Peter Gwinner