Archiv der Kategorie: Bildhauerei/Schnitzen

Autor: Rudy Everts
Autor: Rudy Everts
Autor: Florian Speckner

kerf saw oder kerf plane?

Beide Begriffe meinen das gleiche: ein Werkzeug mit dem eine exakte Schnittfuge vor dem händischen Auftrennen umlaufend in die Schmalseiten eines Brettes gesägt wird.
Der Begriff „plane“ erinnert an die Geometrie und Handhabung des Gerätes.
Bekannt wurde dieses Werkzeug durch „the unplugged woodshop“ von Tom Fidgen, der auch bei dictum immer wieder Kurse leitet.
Meine Version fertigte ich aus Nussbaum, ein paar Metallteilen und dem alten Sägeblatt einer Handsäge, der zunächst jeder zweite Zahn herausgefeilt wurde.
Nachdem der Spanabtransport nicht funktionierte, erweiterte ich die Zwischenräume mit einer Rundfeile.
Jetzt arbeitet sie gut und sorgt für einen geraden Schnitt.
Benutztes Werkzeug: Forstnerbohrer, Handsägen, verschiedene Feilen, Sandpapier.

Autor: Peter Gwinner

Holzautos mit Anhänger

Mein Mann und ich hatten die Idee, in unserer Holzmanufaktur möglichst robuste Kinderspielzeugautos herzustellen, ohne Farbe, Leim oder Kleber zu verwenden. Räder, Achsen und Kupplungen an den Autos und den Hängern sind ausschließlich mit Steckverbindungen versehen, auch die Holzkugeln zum Anfassen sind mit Verbindungsstäben aufgesteckt.

Das erste Auto ist aus gestockter Eiche, der Anhänger aus einem Stück Fassdaube aus Eichenholz (Bordeaux-Wein), Hängerkupplung und Kugel sind aus Buche.

Das zweite Gespann ist aus Rüsterholz (Ulme/Rüster, 150 x 40 x 40, Art.-Nr. 831985), Kugel und Kupplung sind aus Buche. Werkzeuge: Kataba Universal 270 Microplane Snap-in Hobelraspel-Set mit grobem Einsatz, Art.-Nr. 702483 Tapir Lederfett (Dictum-Shop Bad Gandersheim) Klemmsia Leicht-Zwinge, Ausladung 110 mm, Spannweite 200 mm Multi-Spannstock, Art.-Nr. 705755

Autor: Holzmanufaktur Eichwalde
Autor: Konhaeuser Gerhard

Herstellung eines Klüpfels

Inspiriert durch das Video von Rex Krueger fertigte ich einen neuen Klüpfel aus Esche und geräuchterter Eiche. Mangels geeignetem Holzquerschnitt setzte ich den Kopf aus zwei Teilen zusammen, so dass der doppelt konische Schlitz nicht durchgestemmt werden mußte, sondern auch mit einer Dozuki ausgeführt werden konnte.

Der Stiel wurde eingeleimt und von außen gekeilt. Zum „Räuchern“ wurde der Kopf über Nacht zusammen mit einem Schälchen Salmiak in eine Plastikbox mit Deckel gelegt. Der Klüpfel liegt gut in der Hand und hat ein angenehmes Gewicht.

Verlängert man die beiden Schlagflächen („Bahnen“), so treffen sie sich in einer Entfernung, der der Distanz zum Ellbogengelenk entspricht.

Als Werkzeuge wurden westliche und japanische Sägen, Raspeln, Stemmeisen, Hobel und Schweifhobel mit gerader bzw. runder Sohle benutzt. Oberflächenbehandlung mit Mohnöl, um den hellen „Teint“ der Esche zu erhalten.

Autor: Peter Gwinner
Autor: Rudy Everts
Autor: Rudy Everts
Autor: Rudy Everts