Archiv der Kategorie: Bildhauerei/Schnitzen

Autor: Uwe Salzmann

Schatulle mit Intarsien

Meine Leidenschaft gehört ua. den Intarsienarbeiten mit 3D Effekt und am liebsten auf Objekten wie dieser Schatulle.

Dafür habe ich ein Motiv entwickelt welches die Illusion vermittelt, man könnte in das Innere der Schatulle sehen und sogar hinein greifen.

Für die Verbindung zwischen Deckel und Korpus baute ich ein Holzscharnier. Alle Arbeiten wurden mit Handwerkzeug ausgeführt, also es ist keine Maschinenarbeit dabei.

Das Furnier wurde mit Knochenleim aufgebracht.

Autor: Uwe Salzmann

Buch aus Holz

Dieses Buch ist aus Holz gebaut. Meine Vorgaben waren, es soll einem echten Buch täuschend ähnlich sehen, es sollte mit 3D Intarsien versehen sein und ein Geheimfach besitzen.

Die Schrift, die man durch das Loch im Deckel sieht ist mit schwarzem Furnier eingelegt, genauso wie die Wimpern beim Auge auf der Innenseite des Deckels. Ich will damit sagen, das nichts aufgemalt ist.

Für die Imitation der Buchseiten habe ich 70 Blatt Furnier zusammengeleimt und mit Raspel und Schleifpapier ausgeformt.

Von diesem Packet bleibt im Anschluss nur ein Rahmen übrig, da ich für mein Geheimfach im Innenraum Platz brauchte. Das Geheimfach ist zweifach verriegelt. Zuerst muss man an den Lesezeichen etwas ziehen, nun kann das gesamte Packet der Buchseiten ca 5 mm verschoben werden und der innere Kasten lässt sich nach oben raus nehmen.

Autor: Uwe Salzmann

Restauration einer Alten Raubank

Bei dieser alten Raubank von meinem Urgroßvater war der Griff abgebrochen.
Die Bruchstelle des alten Griffes wurde mit einem Hobel #4 plangehobelt und es wurden zwei neue Zapfenlöcher in den alten Griff mit einem 10mm DICTUM-Stemmeisen gestemmt.

Der neue Griff ist aus Eiche, passend zu dem Hobelkörper. Verleimt habe ich mit kanadischem Fischleim, damit der Griff reversibel bleibt. Dann noch die Oberfläche gereinigt, geölt und gewachst und fertig ist das schöne Andenken an meinen Vorfahren.

Autor: F.B.
Autor: Roland Zierk

Aurora 1

Aurora ist eine kinetische Skulptur mit ständig veränderbaren Bewegungen, die durch immer wieder neue kaleidoskopartige Muster den Betrachter in ihren Bann ziehen.

Die kinetische Energie entsteht über eine Feder und verschiedene Neodym-Magneten in der Schalt- und Sperrklinke sowie in den Rädern, und verschiedene Ausgleichsgewichte an den Flügeln. Achsen und Distanzringe sind aus Messing, die Teile aus Holz sind aus Birke Multiplex angefertigt.

Alle Teile (Holz und Messing) von Aurora habe ich aufwendig in Handarbeit hergestellt (kein Laser- oder CNC-Verfahren), wobei Toleranzen von 0,25 mm gerade noch vertretbar sind. Die Laufzeit von Aurora beträgt ca. 3,5 Stunden. Der Durchmesser beträgt 600 mm, die Tiefe ca. 110 mm.

Autor: Martin Fleischmann
Autor: Joachim Fischer-Gertz
Autor: George Watkins

Skulptur 3 (From The Underworld)

From The Underworld (Skulptur Nr.3) Vor ca. 300 Jahren wurde ich unter dem Namen „Eiche“ in einem Wald in Hessen geboren und hatte eine schöne und friedliche Kindheit und Jugend.

Im Alter von ungefähr 80 Jahren kam ich dann nach Babenhausen, ich wurde als Fachwerkbalken gebraucht und fand meinen Platz an der Westseite des neuen Hauses. Dort habe ich drei Generationen und viele Geschichten erlebt, Geburt und Tod, Freude und Leid, viele Sommer und Winter, die Welt im ständigen Wandel, zunehmend schneller.

Auch an mir sind nach vielen Jahrhunderten die Zeichen der Zeit zu erkennen, ich bekam Risse und wurde morsch, also wurde ich ausgetauscht. Ich dachte schon jetzt ist mein langer Weg zu Ende und anders als erwartet kam dann doch noch ein neues Abenteuer auf mich zu, ich wurde eine Skulptur und war auf einmal wieder begehrenswert.

Autor: Martin Fleischmann

Skulptur „Kletterwand“

Dreieinhalb Jahrhunderte lang tropfte immer wieder Regenwasser durch undichte Stellen im Dach einer alten Scheune und beschädigte die originalen Schwellenhölzer.

Die andauernde Feuchtigkeit und der langsame Prozess der Verwitterung schufen interessante Skulpturen aus den alten, handbehauenen Eichenbalken.

Im laufe der Restaurierungs- und Umbauarbeiten an der alten Scheune, wurden die maroden Balken ersetzt und als ‚Feuerholz‘ verschenkt. Für den Ofen war das Holz dann aber doch zu schade.

Der Auftrag lautete: Eine Skulptur für den Wohnbereich zu schaffen, die den Charakter des alten Holzes erhält und nicht zu aufdringlich wirkt.

Mit einem Ziehmesser entfernte ich den Schmutz der Jahrhunderte und glättete die Oberfläche. Dort wo sich einst ein Zapfenloch befand, ließ ich das stark verwitterte, fast schon korkartige Material stehen und schnitze zwei einfache Figuren aus Lindenholz, die in der entstandenen „Steilwand“ klettern.

Als Finish habe ich einfaches Möbelwachs aufgetragen.

Autor: Daniel Schmidt