Archiv der Kategorie: Traditionelle Techniken

Autor: Marina Frey

Zierlicher Jugendstilstuhl mit Geflecht

Dieser Stuhl war ursprünglich geflochten, wurde aber im Laufe der Jahrzehnte aufgepolstert. Das Polster habe ich vorsichtig abgeschlagen, die Holzoberfläche unterhalb des Polsters gereinigt und die Löcher – entstanden durch Ziernägel – aufgefüllt. Die Bohrungen durch die das Geflecht führt, müssten ebenfalls gereinigt werden. Dann wurde systematisch das Geflecht eingezogen und die Randabdeckung des Geflechts fixiert.

Autor: Marina Frey
Autor: Marina Frey
Autor: Marina Frey

Selbstgebauter Grundhobel aus Mahagoni

Selbstgebauter Grundhobel aus Mahagoni, einem Inbusschlüssel und zwei einfachen Drehteilen. Für den Korpus habe ich zuerst die Löcher gebohrt und dann die Form an der Bandsäge ausgesägt. Der Sitz für das Eisen lässt sich gut mit einer Dreikantfeile herstellen. Als Eisen habe ich einen 8mm Inbusschlüssel verwendet, diesen habe ich für den Freiwinkel etwas aufgebogen und dann geschliffen. Die Teile zur Eisenfixierung habe ich gedreht, alternativ könnte man aber auch eine U-Schraube und zwei Flügelmuttern verwenden.

Autor: Johannes Rentschler

Kleine Werkzeugkiste

@jensblei83.aka.stift

Eine kleine Werkzeugkiste nach „japanischer Art“, gefertigt aus Brettern einer Palette und Mahagoni Resten. Zuerst wurden die Bretter mit der Kreissäge und einer Ryoba grob zugeschnitten und mit dem Dictum Hobel Nr. 5 anschließend abgerichtet.

Die Bretter sind dann auf Gehrung gesägt worden und danach wurde alles verleimt. Für den Schließmechanismus wurde Mahagoni verwendet. Die Mahagonileisten wurden verleimt und teils gedübelt.

Alle Teile wurden mittels eines Kanna Hobel fein geglättet. Der Schließkeil war eine besondere Herausforderung, da hier sehr exakt gearbeitet werden musste. Die Kiste wurde verschenkt und dafür mit handgemachten Pralinen befüllt. Sie soll jedoch als Aufbewahrung für Fräser aller Art dienen.

Autor: Jens Blei

Sitzfläche ohne Eckbohrungen

In diesen Stuhl wurde traditionell ein Wiener Geflecht eingearbeitet. Hierbei musste die Besonderheit, dass die Sitzfläche keine Eckbohrungen hat, berücksichtigt werden. Die beiden Diagonalen, die eigentlich in dem Eckloch beginnen bzw. enden, werden auf die Nebenlöcher verteilt (Siehe Detailaufnahme). Es werden keine Ecklöcher gebohrt. Das Material wurde in diesem Fall trocken verarbeitet, weil dir Luftfeuchtigkeit gerade entsprechend hoch ist.

Autor: Marina Frey

Lehne mit Wiener Geflecht

Das Originalgeflecht hatte eine Materialbreite von 2,7cm. Dies wurde wieder entsprechend angeglichen. Die Abstände wurden auf einen Holzrahmen übertragen. Auf diesem Rahmen wurde das Wiener Geflecht mit entsprechendem Material gefertigt. Da im Herbst die Luftfeuchtigkeit des Raumes, in dem ich flechte, sehr hoch ist, muss das Material während des Flechtvorgangs nicht angefeuchtet. Vorsichtig löste ich das alte Geflecht, das mit einem Nut-Federsystem in die Lehne von hinten eingearbeitet wurde. Die von mir gefertigte Geflechtmatte schnitt ich nach dem Muster der Geflechtreste zu. Da ich mir, um die entsprechende Spannung der fertigen Lehne zu erhalten, die Eigenschaft des Materials, während des Trocknungsprozesses zu schwinden, zu nutze machen muss, verarbeite ich das Material feucht. Die Geflechtmatte wurde mittels verschiedener Keile in der Nut verklemmt und mit einer Feder aus Peddigrohr verleimt.

Autor: Marina Frey
Autor: Volker Hennemann
Autor: Karl Huml