Archiv der Kategorie: Traditionelle Techniken

Stollenzinken

Bei einem anstehenden Möbelprojekt sind Zargen und Stollen wie bei einem klassischen Tisch miteinander zu verbinden. Üblicherweise treffen sich die Zapfen der Zargen in den Zapfenlöchern auf Gehrung.

Hier wollte ich anhand eines Musters eine Variante ausprobieren: die Zapfen sollen untereinander mit Fingerzinken verbunden werden. Keiner der mir bekannten Schreiner konnte mir eine Fachbezeichnung nennen, weswegen ich sie „Stollenzinken“ nennen möchte.

Ich verwendete Abfallholz von anderen Projekten. Als Werkzeuge kamen Japansägen, Stemmeisen, Streichmaß und Winkel zum Einsatz.

Autor: Peter Gwinner
Autor: Jonathan Kuhn
Autor: Nelles Helmuth

Eingelegte Broschen

https://www.instagram.com/woodolee.motycka/

Guten Tag, wir stellen Holzbroschen auf traditionelle Weise her. Nach der Methode der Intarsien 150 Jahre alte historische Furniere. Oberflächenbehandlung mit Schellackpolitur. Während der Produktion verwenden wir: Shinwa Mini Carpenter’s Square, Hammer Jagen, Rustins Sanding Sealer, Shinwa Mitre Square, Shinwa Mini-Quadrat, Benzoe, Deutsche Furniersäge 75. Danken Josef Weiss und Julie Motyčka

Autor: Weiss Josef

Schatulle mit Brandmalerei

Die Schatulle ist mit einer Holzbrennerei versehen. Das mittlere Motiv ist nach einer Vorlage einer Sonnenmaske aus Holz aus Bellacoola. Durchmesser 603 mm. 19.Jh. Mittleres British Columbia. Sie befindet sich im American Museum of National History, New York. Die graphischen Muster an den Rändern sowie die Adler stellen eine schöne Ergänzung und Verbindung zu der Sonnenmaske her.

Autor: Martin Fleischmann

Hobel „mitre plane“

@the.makening

Mein erster Hobel aus Metall. Ist ein kompliziertes, langwieriges kleines Projekt aber wärmstens zu empfehlen. Das Produkt ist unschlagbar und auch der Prozess macht durchaus Spaß, auch wenn es manchmal frustrierend sein kann, die perfekte Passung zu kriegen. Auch im Metallbereich gibt es Schwalbenschwänze. Der ganze Hobel ist rein mechanisch zusammengesetzt; kein Löten oder Schweißen, nur Vernietungen. Sole aus Bronze, Korpus aus Kupfer (wobei das im nachhinein zu weich ist, zumindest bei 3mm stärke), Infill aus Cocobolo. Diese Art von Hobel und Konstruktion ist hierzulande unbekannt, entstammt aber einer über 300 Jahre alten Tradition in England. Für Interessierte empfehle ich die Namen Konrad Sauer, Bill Carter, DAED toolworks und Oliver Sparks.

Autor: Melvin Kaczmarczyk

OSHIBAKO | 押し箱

bernd_von_berndwerk

Ein Oshibako (押し箱) ist eine Form aus Zypressenholz für traditionelles gepresstes Sushi, sog. Oshizushi. In diesem Projekt habe ich ein Oshibako ausschließlich mit Handwerkzeugen aus grobem Holz herausgearbeitet! Meine japanischen Sägen (Dozuki & Ryoba), das Streichmaß, verschiedene Stechbeitel und sogar das Ebenholz für die Füße sind von DICTUM. Außerdem nutze ich einen Stanley Bankhobel Nr. 62. Mich gibt es auch auf YouTube, wo ich die Herstellung in einem sehenswerten Video dokumentiert und die Funktionsweise des Oshibakos in Theorie und Praxis demonstriert habe: https://youtu.be/-7m59j3gAHM

Autor: Bernd Lappé

Mattengeflecht

Bei diesem Stuhl handelt es sich um ein Mattengeflecht als Sitzfläche. Das Flechtmaterial, in diesem Fall 4,5mm breit) wird angefeuchtet und direkt um die Stuhlzarge gewickelt. Damit kein Hohlraum entsteht, wird der Stuhl zwischen den Zargen ausgepolstert (in diesem Fall mit Afrik). So entsteht eine stabile und ästhetische Sitzfläche. Material und Werkzeug: Federleinen, Afrik, Polsterhammer, Kombizange, Arterienklemmen, Flechtmaterial 4,5mm, Ahle, Polsternadeln

Autor: Marina Frey
Autor: Marina Frey

Armlehnstuhl mit Wiener Geflecht

Dieser Stuhl hat die Besonderheit, dass es in einer Ecke (auf dem Bild links hinten) kein Eckloch gibt, durch die das Flechtrohr gezogen werden muss. In einem Eckloch enden immer zwei Diagonalen. Das heißt diese beiden Diagonalen müssen auf die benachbarten Bohrungen aufgeteilt werden. So enden in beiden Löchern neben einem gedachten Eckloch zwei Diagonalen. Zudem hat der Stuhl hinten weniger Löcher wie vorne. Man kann erkennen, wie das in diesem Fall gelöst wird, dass es optisch harmonisch aussieht. Das Geflecht hat keine Umrandung, deshalb werden alle Bohrungen mit Holznägelchen verschlossen. Material und Werkzeug: Stuhlflechtrohr, verschiedene Ahlen, Kombizange, Haltekeile

Autor: Marina Frey