Archiv der Kategorie: Objekt-Galerien

Schreinerklüpfel Restauration

Nachdem mein alter und viel genutzter Klüpfel starke Beschädigungen und einen lockeren Stiel hatte, sägte ich mit der Kataba den Kopf an beiden Seiten um einen halben cm ab und faste die Kanten neu an. Anschließend wurde der noch intakte Stil mit einem Schleifleinen abgeschliffen und ein neuer Keil aus Eiche gefertigt, sodass der Klüpfel wieder zusammengefügt werden konnte.

Autor: Fabio Hühnlein
Autor: Rodion Haus
Autor: Ben Kölbl

Kleiderbügel aus Nussbaumresten

Holz ist schön und zu schade, um es einfach zu verheizen. Diese Streifen stammen aus einer Nussbaumbohle, die sehr viele Trocknungsrisse aufgewiesen hat. Die Streifen wurden von Hand ausgehobelt und auf der Bandsäge wurde die Form eines Kleiderbügels und ein Haken ausgeschnitten. An den Bügel wurde auf der Oberfräse eine Rundung angefräst. Anschließend wurde beides auf der Spindelschleifmaschine geschliffen. Für die Befestigung wurde einmal eine Schwalbenschwanzform gewählt, die halb eingestemmt wurde, und bei einem zweiten Bügel wurde eine einfache Schlitz- und Zapfenverbindung gewählt, die sich als besser erwiesen hat. Der Zapfen wurde aus optischen Gründen noch mit einem Holznagel gesichert. Die Oberflächenbehandlung erfolgte mit Hartwachsöl.

Autor: Nicolas Landgraf

Nussbaum-Teelichthalter

Dieses Stück Nussbaum stammt aus einer Bohle, die sehr viele Trocknungsrisse aufgewiesen hat und wo man nichts „Großes“ mehr draus bauen konnte. Entlang der Trocknungsrisse wurde das Holz weiter gespalten, bis ein Teil eines Auges freigelegt war. Mit einem Forstnerbohrer wurde ein Loch für ein Teelicht in die Mitte des Auges gebohrt. Für die Stabilität wurde das Teelicht noch mit einem kleinen Fuß versehen, der auf dem Bandschleifer an die Form des Holzes angepasst wurde. Die Oberflächenbehandlung erfolgte mit Hartwachsöl.

Autor: Nicolas Landgraf

Magnetleiste aus Nussbaum

Dieses Stück Nussbaum ist der „Abfall“ von einem Besäumschnitt. Da es einen schönen Asteinschluss zeigt, der erhalten werden sollte, wurde der Abschnitt von Hand ausgehobelt und mit der Ryoba abgelängt. Auf der Rückseite wurden Löcher gebohrt, in die kleine Neodym-Magnete eingeklebt wurden. Der Asteinschluss wurde mit Schellack (nicht mit Epoxy!) verschlossen. Das Holz wurde geschliffen und mit Hartwachsöl behandelt. Mit einem Ständer aus einem gebogenen Edelstahl-Flachstahl wurde die Magnetleiste mit passenden Nussbaummagneten am Schreibtisch befestigt.

Autor: Nicolas Landgraf

Grundhobel für Führungsschiene

Die Form dieses Grundhobels ist an die des Veritas-Hobels angelehnt, jedoch mit der Modifikation, dass links und rechts des Hobeleisens eine parallele Kante vorhanden ist, welche an einer Führungsleiste angelegt werden kann. Dies ist bei längeren und schmalen Nuten von Vorteil. Die Herstellungsschritte gleichen denen meines Standard-Grundhobels, nur mussten bei diesem Projekt noch zwei Griffe aus Buche gedrechselt werden.

Autor: Fabio Hühnlein

Grundhobel aus Eichenbohlen

Grundhobel sind von ihrem Aufbau her so einfach, dass es sich lohnt, mit geringem Aufwand einen gut funktionierenden Hobel selbst herzustellen. Zunächst habe ich einen 6 cm starken Eichenbohlen im Dickenhobel gehobelt und die mittige Bohrung mit d = 50 mm gebohrt. Anschließend konnte mit der Bandsäge die grobe Kontur ausgesägt werden, der Spindelschleifer macht den Rest. Die Kanten habe ich mit der Oberfräse und einem Fräser mit Anlaufring angefast. Nun wurde aus einem Flachstahl durch sägen, bohren und feilen ein Rechteck mit Durchbruch hergestellt. Mit dem Schutzgasschweißgerät habe ich einen Gewindestab daran festgeschweißt und so die Hobeleisenhalterung fertiggestellt. Diese Halterung läuft in einer Nut, welche ebenfalls mit der Oberfräse ausgearbeitet wurde und wird durch zwei Metallstifte gegen das Herausfallen beim Eisenwechsel gesichert. Durch das Drehen der Flügelmutter kann das Eisen nun sicher eingespannt werden. Abschließend wurde der Hobel mit Kamelienöl eingerieben.

Autor: Fabio Hühnlein
Autor: Jan-Thomas Schneider
Autor: Ben Kölbl