Meine Leidenschaft gehört ua. den Intarsienarbeiten mit 3D Effekt und am liebsten auf Objekten wie dieser Schatulle.
Dafür habe ich ein Motiv entwickelt welches die Illusion vermittelt, man könnte in das Innere der Schatulle sehen und sogar hinein greifen.
Für die Verbindung zwischen Deckel und Korpus baute ich ein Holzscharnier. Alle Arbeiten wurden mit Handwerkzeug ausgeführt, also es ist keine Maschinenarbeit dabei.
Für dieses Projekt wurde bereits sehr trockenes Ahornholz verwendet, sodass sich die relativ dünnen Holzgläser nach dem Drechseln nicht weiter verzogen haben.
Vor dem ausdrehen mit einem Ausdrehstahl wurde mit einem Forstnerbohrer vorgebohrt, das erleichtert die Arbeit erheblich.
Die Oberfläche ist außen nach dem Schleifen mit einer Öl-Wachsmischung behandelt worden. Um die Biergläser wenigstens ein wenig nutzbar zu machen sind sie innen mit langsam aushärtendem Epoxidharz bepinselt.
Das auftragen mit einem Pinsel trägt leider viel Luft in das Harz, was aber die wasserdichte Eigenschaft nicht weiter stört.
Ich habe mich entschieden eine Box zu bauen. Dazu habe ich 3mm Sperrholz verwendet. Die „Außenbox“ und die Schubladen werden durch Holzverbindungen zusammen gehalten.
Dieses Buch ist aus Holz gebaut. Meine Vorgaben waren, es soll einem echten Buch täuschend ähnlich sehen, es sollte mit 3D Intarsien versehen sein und ein Geheimfach besitzen.
Die Schrift, die man durch das Loch im Deckel sieht ist mit schwarzem Furnier eingelegt, genauso wie die Wimpern beim Auge auf der Innenseite des Deckels. Ich will damit sagen, das nichts aufgemalt ist.
Für die Imitation der Buchseiten habe ich 70 Blatt Furnier zusammengeleimt und mit Raspel und Schleifpapier ausgeformt.
Von diesem Packet bleibt im Anschluss nur ein Rahmen übrig, da ich für mein Geheimfach im Innenraum Platz brauchte. Das Geheimfach ist zweifach verriegelt. Zuerst muss man an den Lesezeichen etwas ziehen, nun kann das gesamte Packet der Buchseiten ca 5 mm verschoben werden und der innere Kasten lässt sich nach oben raus nehmen.