Vor Jahren hat ein Amerikaner in einem Forum Bilder der Nähbox seines Großvaters veröffentlicht. Nur aus Sperrholz, ohne Beschläge. Sie wurde laut Beschreibung in den 20er Jahren öfter gebaut und mit Bemalung an Freunde verschenkt. Diese Idee hat mich angeregt, eine ähnliche Kiste zu bauen, allerdings habe ich die Deckelöffnung geändert: sie gehen nach oben auf und so nimmt die Box nicht zu viel Platz ein, wenn sie auf dem Tisch stehend geöffnet wird. Gezeichnet und teils mit CNC gefräst habe ich sie aus 5mm Sperrholz aufgebaut, nur zusammengesteckt und die Fügekanten verleimt. Am Griff sind für den Tragekomfort zwei Leisten angeleimt. Zum Schluß wurden die Kanten und Flächen geschliffen und alles dann mit Dictum Leinöl behandelt. Auf eine Innenunterteilung wie beim Original habe ich verzichtet, um die Verwendungsmöglichkeiten offen zu lassen.
Nach einem Flohmarktfund war ich gefordert, eine passende Verpackung für die Glasröhrchen zu finden. Zwei Vorgehensweisen beim Fräsen und Drechseln führten dann zu diesen beiden Ergebnissen: einmal zwei Schlitze, einmal vier Schlitze. Holz ist ein Reststück afrik. Eiche und die Deckel sind amerik. Nußbaum, geölt mit Leinöl.
Für einen selbst erstellten Linolschnitt habe ich einen Bilderrahmen benötigt. Den Rahmen fertigte ich aus Leisten, welche ich aus einem Lärchenbohlen aufgetrennt habe. Nachdem die Rückwand aus Sperrholz und das Acrylglas eingesetzt wurde, konnte die Konstruktion mit Metallklammern versteift und befestigt werden. Diese Klammern sind, sollte das Bild mal gewechselt werden müssen, mit einem Schraubenzieher leicht zu entfernen.
Eschenholz und Ebenholz verleimt und den Holraum ausgefräst. Eine Lederabdeckung mit Einschnitten in die man die Ringe setzen kann. Dazu ein Magnetverschluss und zwei Barrelscharniere.
Eheringe selbst hergestellt. Silber, Kupfer und Gold zu einer 555er Goldlegierung geschmolzen. Den Barren gewalzt und auf dem Ringrichtdorn zurecht getrieben. Nach der Glanzpolitur zeigt die Oberfläche ganz leichte Unregelmäßigkeiten die ein individuelles Finish ergeben.
Diese Aufbewahrungsbox für Handhobel, liebevoll Hobelbettchen genannt, wurde aus Kernbuche gefertigt. Die Eckverbindungen wurden klassisch mit Schwalbenschwanzzinkung ausgeführt. Die Zinken an Deckel und Boden wurden auf Gehrung abgesetzt, damit für die Nuten, in welchen sich die Füllungen befinden, auf Einsatzfräsen verzichtet werden kann. Im Inneren befinden sich Halterungen, damit eine Dictum No 62, ein Schrupphobel, ein Einhandhobel, diverse Ersatzeisen, ein selbst gebauter Grundhobel, sowie Hobelwachs als Pflege für die Metallhobel sicher verstaut werden können. Damit man auch von außen sieht, wer in dem Bettchen „schläft“, wurde mit Schnitzeisen das Relief eines traditionellen europäischen Hobels in die Front geschnitzt. Die Oberflächenbehandlung erfolgte mit Hartwachsöl.
Die „Ziffern“ für diese Uhr wurden mit einem Zapfenschneider aus verschiedenen heimischen Hölzern hergestellt. Die Stopfen für 12, 3, 6 und 9 Uhr wurden dabei etwas größer gebohrt, um sie optisch mehr hervorzuheben. Als Hölzer wurden verwendet: Ahorn (Ziffernblatt), Birnbaum (12, 3, 6, 9 Uhr), Buche (1 Uhr), Akazie (2 Uhr), Kastanie (4 Uhr), Rüster (5 Uhr), Eiche (7 Uhr), Esche (8 Uhr), Nussbaum (10 Uhr), Kirsche (11 Uhr). Die Oberflächenbehandlung der „Ziffern“ erfolgte mit Hartwachsöl, das Ziffernblatt wurde mit weiß pigmentiertem Hartwachsöl endbehandelt.