Diese kleine Kiste zur Aufbewahrung von Unterlagen wurde aus einer Eichen-Leimholzplatte gefertigt. Als Eckverbindung dient die Fingerzinkung.
Der Boden sowie die Trennwand sind aus einer Multiplexplatte und stecken jeweils in einer dafür vorgesehenen Nut.
Da der Deckel standortbedingt einen Anschlag haben muss, wurde aus Eichen- und Mahagoniholz eine Begrenzung gebaut, sodass der Deckel nicht zu weit aufklappen kann.
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Spiderweb Schale
Ein lieber Mensch hat mir zur Jahreswende drei schöne Hölzer geschenkt, mit den Worten: mach was Schönes draus. Santos Palisander war Eines davon. Nach einigen Überlegungen entschied ich mich, eine kleine Schale mit Deckel im japanischen Stil herzustellen, sie sollte feine Linien haben und filigran im Aussehen sein. Ebenso wollte ich die Gegensätze von rund und eckig betonen, was sich durch die Verwendung von verschiedenen Hölzern noch besser hervorheben lässt. In die Diagonale der Schale habe ich daher vier 3 mm breite Hölzer aus Ahorn eingearbeitet. Der quadratische Deckel ist an die Grundform der Schale angepasst und aus Buche Multiplex Dreiecken mit Einlagen aus Khaya-Mahagoni in den Diagonalen angefertigt. Die Dreiecke habe ich auf 7° zugeschnitten, wodurch die verschiedenen Schichten ein schönes Muster ergeben und farblich sehr gut mit den anderen Hölzern korrespondieren. Die Oberfläche habe ich mehrfach mit Schellack versehen.
Mini-Reiterlein in Nussschalen
Kochlöffel mit Baumkante
Als Gegenstück zu den langweiligen, geraden Kochlöffeln, die es zu kaufen gibt, habe ich mir aus einem Walnuss-Restholzstück aus dem Wildholzmöbel-Kurs KU1952003 ein individuelles Unikat mit Baumkante geschnitzt. Zum Einsatz kamen dabei die Mora Schnitzmesser 120 und 164. Nach dem Schleifen (Körnung 120 bis 320) wurde der Kochlöffel mit einer Mischung aus Weißöl und Bienenwachs behandelt.
Indianischer Pfeilköcher
Köcher Nachbau aus sämisch gegerbtem Rehleder eingefärbt mit schwarzem Tee, Bemalung mit Erdfarbpigment in Leinöl. Vernäht mit Kunstsehne. Vorlage aus dem Buch Bogen und Pfeile der Nordamerikanischen Indianer von Jim Hamm. Pfeileschäfte aus Port Oxford Zeder, Befiederung aus gefärbten Truthahnfedern mit Knochenleim und Sternzwirnwicklung. Oberfläche mit schwarzer Leinöl-Erdfarbe und Schellackpolitur. Nocken in Pfeilende eingearbeitet.
Schärf- und Abziehhilfe für runde Eisen
Nachdem das Eisen des Schrupphobels Stanley No 40 wieder eine regelmäßige Geometrie erhalten hatte, mußte es noch geschärf und abgezogen werden. Ein Stück Abfallholz wurde hierzu abgerichtet und gehobelt. An einem Ende erhielt es einen schrägen Anschnitt entsprechend dem gewünschten Schärfwinkel. Die Gegenseite wurde abgerundet, so dass eine gekrümmte Kante entstand, an der die Schneide des Eisens genau anliegt. Mit einer einfachen Klemmkonstruktion wird das Eisen an der Vorrichtung gehalten und kann nun im exakten Winkel über den Schärfstein geführt werden. Der zwangsläufige Abtrag des Holzes durch den Stein beschädigt diesen nicht und verschwindet beim Abrichten des Steines. Es können abwechselnd geradlinige und drehende Bewegungen auf dem Stein ausgeführt werden, die den Fortschritt erheblich beschleunigen.
Schleifhilfe für runde Eisen
Ein Schrupphobel Stanley No 40 aus einem eBay-Kauf hatte einen nicht mehr ordentlich runden Schliff und ich mußte eine Vorrichtung bauen, um dies auf der Nassschleifmaschine korrigieren zu können. Die Vorrichtung gleicht der Tormek Vorrichtung für gerade Schneiden, nur dass das Eisen drehbar gelagert wurde. Die Entfernung des Drehpunktes vom Stein entspricht dem Krümmungsradius des Hobeleisens. Auf diese Weise wird eine Zwangsführung für den Schleifwinkel erzielt. Unregelmäßigkeiten bei der Krümmung lassen sich gut an der gekrümmten Vorderkante der Halterung erkennen und entsprechend einfach egalisieren. Die Markierung an der Rückseite zeigt, wie weit die Halterung zur Seite geschwenkt wird.
Eibenlangbogen
Langbogen aus ca. 80-jähriger Eibe. Zuggewicht ca. 30 Pfund bei 28“ Auszug. Bogenbauch und -rücken mit Ziehklinge ausgearbeitet. Splintholz mußte komplett entfernt werden, da leider zu sehr beschädigt. Hornnocken oben in Form eines Drachenkopfes, Vorbild Schiffssteven eines Wickinger Langbootes. Bogensehne aus 12 Strängen Schusterleinenzwirn im 4-Fach Rundflechter. Öhrchen in Sehnenkörper eingeflochten, überstand als „Geräuschdämpfer“ ausgefasert an der Sehne stehen lassen. Pfeilanlage aus einem kleinen Stück Wasserbüffelhorn, Griffbereich sämisch gegerberter Hirschnacken (ca. 5 mm stark). Oberfläche mit Leinöl eingelassen.
Ein großzügiger Esstisch
Freunde wünschten sich einen großzügigen Esstisch aus Esche. Ein Tischgestell war bereits vorhanden. Das Holz wurde als Bohlen im Sägewerk mit einer Stärke von ca. 40 mm gekauft, maschinell abgerichtet und auf Stärke gehobelt. Die Teile wurden anschließend mit Hilfe von Rohrzwingen verleimt. Nachfolgend wurde die Oberfläche mit Furnierschabhobel und Ziehlklinge geputzt. Auf der Unterseite wurden zweiteilige Gratleisten aus Aluminium eingebaut. Als Oberflächebehandlung verwendeten die neuen Eigentümer Kernseife, die anfangs etwa alle vier Wochen wiederholt wurde. Mittlerweile hat der Tische eine schöne Patina und die Behandlung wird weniger häufig durchgeführt.
Ein neuer Griff für eine alte Säge
Aus einem eBay-Kauf kam eine alte Säge, deren Griff nicht mehr repariert werden konnte. Ich entschied mich dafür, sie mit einem neuen Griff auszustatten. Als Holz verwendete ich ein altes Stück Kirschholz. Als Werkzeuge bzw. Material verwendete ich Fisch Forstnerbohrer, Hattori-Raspeln, Stemmeisen, eine Robusuta Klappsäge, Schleifleinen, Leinölfirnis und Danish Oil.


































